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Manuel Valls, ehemaliger Premierminister geht und wir bleiben…

Donnerstag 11. Mai 2017

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Manuel Valls, ehemaliger Premierminister geht und wir bleiben…

Am 29.1.2017 erlitt Manuel Valls bei den Primärwahlen für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Mai 2017 eine Schlappe. Mit diesem Text feiern wir das politische Verschwinden des Mannes, der in seinen Amtszeiten die Zerstörung der zad geschworen hatte. In der gleichen Woche stürzte auch Francois Fillon, ebenfalls ehemaliger Premierminister aber unter Nicolas Sarkozy und auch Kandidat für die französischen Präsidentschaftswahlen, überzeugter Befürworter des Fluhafenprojektes in Notre Dame des Landes, in grösste politische Schwierigkeiten, da die fiktiven Arbeitsstellen seiner Frau und Kinder, mit öffentlichen Mitteln bezahlt, aufgedeckt wurden. In der zad geht es uns unterdessen gut und wir bauen weiter. “Die Räumung (der zad, AdÜ) wird diesen Herbst stattfinden. Sicher. Es kann keinen anderen Weg geben. (…) Falls es nicht vor März 2017 geschieht, wird es nie geschehen.” Manuel Valls, 11. Oktober 2016
Valls war schon nicht mehr Premierminister, jetzt ist er nicht mal mehr Kandidat. Ciao! Wir können uns nur freuen, dass dieser finstere Politiker, der jede Woche während Monaten unsere Zerstörung ansagte, schliesslich selbst verschwunden ist. In Zeiten in denen das institutionelle politische Feld nur noch blinden Horizont bietet, geht es dem was Valls 2012 die “Zyste” nannte, ausgezeichnet. In der zad bauen wir an einer gemeinsamen Zukunft und nehmen unser Leben selbst in die Hand 1. Leben, das sich lohnt gelebt zu werden und das nicht von oben von einem Klüngel Politiker, Finanzler und Bossen bestimmt wird, die es am liebsten noch stärker einschränken würden.
Natürlich ändert das Verschwinden von Valls nichts, seine Gleichgesinnten befinden sich in Brunftzeit. Egal wer an der macht ist, sie werden uns auch weiterhin wie halbleere Bankkonten behandeln, wie Sozialhilfeempfänger, Verdummte, ausbeutbaren Personalaufwand und unerwünschte Einwohner. Jedes Mal, wenn wir uns weigern, uns ihren Ornungsplänen für unsere Existenzen zu beugen, werden wir zu Terroristen abgestempelt werden.

Wir werden alle Regierungsmonster, die aus dem Wahlsumpf aufsteigen, Schachmatt setzen. Sie können die Hoffnung, die die Bewegung gegen den Flughafen und für die zad trägt, nicht auslöschen, weil ihre Versprechen so fiktiv wie ihre Arbeitsstellen sind und ihre Träume so abstossend wie ein duty free shop auf einer Wiese. In den kommenden Monaten werden wir der Politik der Leere ein volles und lebendiges Territorium entgegensetzen, wo man teilt und solidarisch ist, und sich an den Kämpfen der anderen beteiligt. Wir werden beharrlich hier eine Zukunft ohne Flughafen und ohne Herrschende aufbauen. Sie sollen alle verschwinden!

1 “Die vom Kapitalismus entfremdete Arbeitswelt kann sich nur schwer dem Einfluss der Ausbeutung entziehen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen werden ihres eigenen Lebens enteignet. So ist es also nicht erstaunlich dass die BewohnerInnen der zad gegen dieses System rebellieren und ihr Leben selbst in die Hand nehmen und entscheiden, wie und wofür sie leben wollen.” Auszug aus dem Aufruf des Gewerkschaftskollektifs gegen den Fluhafen und seine Welt.